Straßenbahnbrücke Schwerin

30.03.2010

Ankündigung für den Ersatzneubau einer Straßenbahnbrücke in Schwerin

Bahnen sollen über neue Trasse rollen 30. März 2010 | von Christian Koepke Knapp 40 Jahre alt ist die jetzige Straßenbahnbrücke über der Crivitzer Chaussee. Sie soll an gleicher Stelle durch einen Neubau ersetzt werden. Das Bauvorhaben kostet insgesamt rund 4,3 Millionen Euro. Reinhard Klawitter GROSSER DREESCH - Die Straßenbahnbrücke über der Crivitzer Chaussee wird abgerissen und an gleicher Stelle durch einen Neubau ersetzt. Das steht seit vergan genem Jahr fest. Seit gestern nun laufen die ersten Arbei ten für die einspurige Behelfsbrücke, über die die Bahnen der Linien 1, 2 und 4 in der Zeit des Abrisses und Neubaus fahren sollen. "Wir möchten, dass die Auswirkungen der Bau maß nahme für die Fahrgäste so gering wie möglich sind", sagt der Geschäfts führer des Schweriner Nahverkehrs, Norbert Klatt. Ende Mai soll die Behelfsbrücke aus Stahl fertig sein. "Vom 28. bis 30. Mai wollen wir die Straßenbahntrasse auf die Brücke umschwenken", kündigt Klatt an. In diesem Zeitraum werde der Nahverkehr auf Schienen ersatzverkehr umsteigen - und gleich auch noch Weichen am Gleisdreieck Stauffenbergstraße und am Platz der Jugend austauschen. Anfang Juni beginnt laut Plan der Abris s der alten Straßenbahn-Brücke in Höhe des SVZ-Verlagshauses. "Bis Ende Juli wird die Brücke abge tragen", erklärt der Nahverkehrs-Chef. Sofort danach solle mit dem Nachfolge-Bauwerk begonnen werden. "Voraussichtlich im Mai nächsten Jahres wird die neue zweigleisige Brücke fertig sein", so Klatt. 118 Meter lang und zehn Meter breit werde der Neubau sein, ein Betontrog auf Stahlträgern. Rund 4,3 Millionen Euro kostet das gesamte Bauvorhaben nach Angaben des Nahverkehr-Geschäftsführers. Gefördert werde es vom Landesver kehrs ministerium. Am Brücken-Neubau führe aus Sicherheitsgründen jedoch kein Weg vorbei. Bei den regelmäßigen Inspektionen des knapp 40 Jahre alten Bauwerks aus Spannbeton seien bedenkliche Anzeichen von Altersschwäche festgestellt worden, so Klatt. "Es gibt Risse im Beton, die einmal ge fährlich werden könnten, weil Feuch tigkeit an die Stahldrähte gelangt." Mindes tens einmal im Monat werde die Brücke kontrolliert. Schon vor mehr als zehn Jahren durch einen Neubau ersetzt wurde die ebenfalls im Jahr 1971 erbaute "Schwester" der Straßenbahn brücke für den Autoverkehr. Etwa drei Jahre dauerte sei nerzeit der Bau der neuen Brücke über die Bundesstraße 321. Das Stammhaus der MIV GmbH zeichnet sowohl für die Planung als auch für die Bauumsetzung verantwortlich.

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